Duke 1 Beleuchtung funzelig / Check Elektro

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DE
Meine Duke
Duke 1
Mahlzeit,

ich brauche eine kurze Einschätzung der Duke 1 - Gemeinde.

Ich habe heute die hinteren Blinker ersetzt (einer war abgebrochen) und nach dem abschließenden Check auch mal die Spannung geprüft. Diese lag in Ruhe konstant bei 12,3V und im Betrieb (~5.000 min-1) bei 12,6V. Das erscheint mir recht gering, da ich von Kfz eher 14,4V gewöhnt bin.
Nach einer ersten Forums-Recherche wollte ich den Kondensator prüfen. Dies schlug fehl, da die 4th edition keinen hat. Einzig der Spannungsregler und eine CDI-Einheit ist verbaut.
Kann ich sonst noch etwas prüfen oder sind die 12,6V i.O. ?
Die Batterie habe ich vor kurzem erst erneuert. Sie spring auch gut an der der LC4 läuft auch gut. Mir erscheint die Beleuchtung nur etwas funzelig. Könnte etwas kräftiger leuchten, was bei 14,4V sicherlich der Fall wäre.

Danke im Voraus
chorge

P.S. Ist eine Duke 1/MJ 1997, 4th edition mit knapp 40Tkm
 
Hallo,

das ist wirklich etwas wenig.
13,8 sollten es auf jeden Fall sein.
Kann es sein das da irgenwas richtig Strom zieht oder stirbt dein Regler bzw die Lima so langsam ?

Gruss

Norbert
 
Das etwas Strom zieht kann ich noch prüfen. Ich vermute aber nicht.
Ich habe es inzwischen weiter durchdacht und mich auf die Lima fokusiert. Wenn eine der drei Phase nicht i.O. ist, könnte das eine Ursache sein.
Leider liegen alle Anschlüsse / Stecker unterm Tank, so dass ich diesen morgen erst einmal runterbauen muss um die einzelnen Kontakte zu prüfen.
Kann man den Stator ggf. reparieren lassen, falls eine Wicklung hin ist oder bekommt man das Teil noch neu zu kaufen?

Gruß
chorge
 
Wo hast du die Spannung geprüft? An der Batterie musst du messen. Wenn du dort normale Werte hast, würde ich mal die Masseverbindung prüfen. Was auch bei älteren Maschinen vorkommt, dass da bei Steckern und auch Kabeln Korrosion herrscht, die dann auch für Spannungsabfälle verantwortlich ist.

Gruss
Stefan
 
Die Spannung habe ich direkt an der Batterie abgenommen.
Korrosion kann ich prüfen. Allerdings stand die Maschine in den letzten 20 Jahren durchweg in der Garage. Wenn der Tank runter ist, gehe ich vorsichtshabler alle Steckvebindungen mal durch.
Die Lima will ich anhand der Anleitung mal prüfen. Das sollte ein klares Bild geben.

Danke und Gruß
chorge
 
Das mit der Garage hat nicht viel Einfluss auf die Elektrik, da diese sowieso besser vor Wetter geschützt verbaut ist. Aber die KTMs haben zum Teil sehr dünne Litzen verbaut, und da verlierst du schnell etwas Spannung.
Miss die Spannung direkt am Ausgang des Reglers. Da gibt es noch eine Sicherung dazwischen, die ja auch noch Kontakte hat, die korrodieren können.
 
Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich heute folgendes untersucht:

1) Tank abgebaut und Steckverbindungen kontrolliert und mit Kontaktspray gesäubert.
2) Kabel von der LiMa durchgemessen:

weiß-grün: 100,3Ω
gelb-schwarz/rot: 0,9Ω
gelb-rot/schwarz: 0,9Ω
schwarz/rot-rot/schwarz: 1,1Ω

Gegen Fahrzeugmasse:
weiß: >MΩ
grün: >MΩ
gelb: 750kΩ
schwarz/rot: 750kΩ
rot/schwarz: 750kΩ

Kann jemand eine Einschätzung zu den Werten geben? Die 750kΩ sind kein wirklicher Kurzschluss aber auch keine super Isolierung.

Danach wieder den Tank drauf gepackt und die Spannung am Ausgang des Reglers gemessen. Diese lag im Leerlauf bei 13,5V und ging bei höherer Drehzahl teilw. auf 14,5V. Scheint erst einmal alles in Ordnung zu sein.
Im Bereich der Batterien habe ich dann noch eine recht offene liegende Verkabelung gefunden. Die werden ich als Nächstes fixieren und isolieren.
IMG_4951b.jpg
 
Bei stark geknickten Leitungen kann auch ein Bruch einzelner Litzen zu Spannungsabfall führen. So wie das im Bild aussieht, ist die Litze nicht mehr sauber mit dem Stecker verbunden, was auch in erhöhtem Übergangswiderstand endet.
Ich denke, bei dir sind die Komponenten alle in Ordnung, nur die Verdrahtung genau prüfen und schmieren, wo möglich ;-)
 
Hab die Sache heute mal in Ordnung gebracht.

1) Kontakte aus Steck entfernt
20210918_095001309_iOS_1.jpg
20210918_095426589_iOS_1.jpg

2) Verkrimpung korrigiert und Litzen verlötet
20210918_110622321_iOS_1.jpg
3) Isolierung verbessert
20210918_111214958_iOS_1.jpg 20210918_111841172_iOS_1.jpg
4) Alles knickarm wieder montiert
20210918_113715543_iOS_1.jpg
Spannung lag jetzt um13,5V bei höheren Drehzahlen. Reicht erst einmal.

Danke für euren Support
chorge
 
um z.B. das eindringen von Feuchtigkeit und folgender Korrosion an dieser Stelle zu verhindern.
Hier war es das wiederherstellen einer guten Verbindung, alternativ hätte er neue Stecker verwenden müssen, das Kabel kürzen und neu abisolieren, oftmals wirds dann aber auch zu kurz ...
 
Moin,

die Stecker halten seit 20 Jahren und machen vermeintlich nun Probleme.
Also neu Crimpen und gut ist.
Warum wird im Motorrad/Autobereciht gecrimpt ?
Es ist eine feste haltebare und günstige Möglichkeit.
Warum wird nicht gelötet ?
Zum einen weil es zuviel kostet und zum anderen ist die Gefahr des Kabelbruchs grösser.
Denn durch die Kapilarwirkung wird nicht nur Lot auf die Stelle aufgebracht, sondern das Lot zieht auch unter die Isolierung und macht aus der flexibelen Leitung eine Starre, auf die dann die Vibration eine stärkere Auswirkung haben und eher brechen.

Habe ich den 90ern Kabelbäume für replikas gebaut, alles gecrimpt.
Bei einem Fahrzeug habe ich auf Kundenwunsch auch teilweise verlötet, das Fahrzeug hat nur Probleme gemacht mit dem Kabelbaum, so das wir irgendwann alles raus geworfen haben was gelötet war.

Gruss

Norbert
 
Ich habe u.a. die Litzen verlötet, weil ein paar Drähte schon gebrochen waren. Die Crimpung war auch nicht mehr i.O. So ist jetzt der elektrische Part wieder i.O.
Der Kompromiss liegt auf der mechanischen Seite. Hier ist die Flexibilität der Leitung nicht mehr gegeben, aber das lässt sich hier tolerieren.
Bei der SMR hätte ich es ggf. anders realisiert, da ich sie mehr gefahren wird und somit die Zuverlässigkeit besitzen muss.

Danke für eure treffenden Kommentare. Punktlandung:
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Hier war es das wiederherstellen einer guten Verbindung, alternativ hätte er neue Stecker verwenden müssen, das Kabel kürzen und neu abisolieren, oftmals wirds dann aber auch zu kurz
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die Stecker halten seit 20 Jahren und machen vermeintlich nun Probleme.
Also neu Crimpen und gut ist.
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Bei der heutigen Probefahrt war alles OK. Als nächstes kommt leider der DAM-Endtopf wieder runter. Ist mir auf der Hausrunde 🏍️ durch den Essener Süden etwas zu präsent. ;):oops:. Der Remus ist als Alternative aber auch nicht zu verachten.

Guten Start in die Woche
chorge
 
Im KFZ-Bereich wird schon auch gelötet. Das Problem ist aber, dass eine Lötstelle nicht sauber ausgeführt sein kann, da man ja nicht durch das Lot sieht. An der Geometrie der Lötstelle kann etwas abgeschätzt werden, aber es ist nie 100% sicher. Deshalb wird wo möglich geschweisst, da das sicherer ist.
Krimben fünktioniert mit Kaltverschweissung, was zuverlässig ist, wenn korrekt ausgeführt.

Ich hätte das obige Problem auch mit Löten gelöst. Kabelbruch riskiert man da nicht wirklich, da mit Schrumpfschlauch noch isoliert und gestützt wird. Auch wird der Stecker nicht 1000x hin und her bewegt. Wenn sowas im Bereich der Lenkung nötig wäre, hätte ich dort hochflexible Litze eingesetzt, wo am meisten bewegt wird und den Stecker ruhig gestellt.

Ich habe an meiner Harley die Elektrik nach 2 Jahren mal so ausgeführt, dass nur noch ein originaler Mehrfachmultistecker übrig geblieben ist. Und genau dieser Stecker bereitet jetzt nach fast 30 Jahren Probleme wegen Korrosion. Aber mit gut zureden und WD40 funktioniert es wieder. Auf Dauer ist jede Steckverbindung mal durch, auch wenn sie vor Wasser geschütz ist.

Gruss
Stefan
 
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